Unzeitgemäßes Schubladendenken

4 Dezember 2009 von Wolfgang Dudda Kommentieren »

Schon seit Tagen juckte es mich in den Fingern, klarzustellen, dass die Diskussion um Links oder Rechts in der Piratenpartei auf falschen Annahmen beruht und von Vorurteilen bestimmt ist, die politische Anachronismen bedient. Nun war ich in den letzten zwei Wochen viel unterwegs für meine Gewerkschaft, meinen Arbeitgeber und auch für die Piratenpartei. In Bebra, Köln, Aachen, Wuppertal und Frankfurt hatte ich keine Ruhe, um dies einmal zu ordnen und darzustellen. Auf der gestrigen Heimfahrt von Köln nach Kiel ging das nun endlich.

„Piraten gegen Rechtsextremismus“ und falsche Automatismen

Mein Engagement gegen den Rechtsextremismus wird vorschnell und leichtfertig als „links“ eingeordnet. Ohne genauere Prüfung übernehmen so nicht nur die Piraten einen falschen gedanklichen Automatismus der bürgerlichen Mitte. Die regelmäßige Abwesenheit von CDU/CSU und FDP beim Kampf gegen den Rechtsextremismus und seine Gefahren rechtfertigt noch lange nicht, diejenigen, die sich mit teilweise hohem persönlichen Risiko aus demokratischen und humanistischen Motiven einsetzen, als Linke einzuordnen. So einfach ist die Welt nun einmal nicht gestrickt. Bei den Demonstrationen und Aktionen gegen Rechtsextremismus machen immer auch Menschen mit, die politisch nicht festgelegt sind und keiner Partei angehören. Das sind Menschen jeden Alters und aus allen Schichten. Aus persönlicher Erfahrung oder aus einem historisch-politischen Bewusstsein heraus ist es ihnen wichtig, zu zeigen, dass diese Demokratie keinen Zentimeter für Rechtsextreme kampflos aufgibt. Menschen, die dagegen sind, dass andere Menschen wegen ihres äußerlich erkennbaren Migrationshintergundes, wegen ihrer körperlichen Behinderung, ihrer Weltanschauung, Religion oder ihrer sexuellen Präferenz diskriminiert, angepöbelt und geschlagen werden, sind deswegen doch nicht gleichsam Linke sein. Dieser Logik zufolge lebten wir alle in einem linken Land, denn noch ist es ja so, dass die eindeutige Mehrheit der hier lebenden Menschen über ausreichende ethische Subroutinen verfügt, um gegen die im Alltag sichtbaren praktischen Folgen des Rechtsextremismus zu sein.

Mein Vorgehen gegen den Rechtsextremismus hat ausschließlich demokratische und humanistische Motive. Ich will meine politische Vergangenheit als Sozialdemokrat oder als Extremlinker in meiner Jugend überhaupt nicht verhehlen. Allerdings habe ich persönlich einen Schlussstrich unter diese Vergangenheit gezogen. Als ich mich wegen der AGENDA 2010 von der Sozialdemokratie verabschiedete und über andere politische Konzepte für soziale Gerechtigkeit nachdachte, habe ich für mich erkannt, dass Omas Rezepte aus Bebels Küche genau so ungeeignet sind wie die aus Oskar Lafontaines Mikrowelle. Auf rein nationaler Ebene und nur der Verteilungsgerechtigkeit geschuldet lassen sich die sozialen Fragen dieser Zeit nicht lösen. Die Antworten darauf sind ausschließlich in einem globalen Zusammenhang zu finden. Das war mein Fazit. Und vom Sommer 2004 bis zum Frühsommer diesen Jahres war ich politisch heimatlos, denn keine Partei bediente diesen Anspruch. Als ich mich dann nach dem bürgerrechtsfeindlichen Abstimmungsmarathon im Deutschen Bundestag in der Nacht des 18. Juni 2009 den mir bis dato nur aus der Bloggerszene bekannten Piraten annäherte und ihr Programm studierte, hat es mich vom Hocker gehauen. Das war es! So könnte und kann es gehen. Eine vernetzte Welt des Wissens und der Kommunikation, in der es keine Geheimnisse gibt, die die Dritte Welt vom Fortschritt aussparen. Informelle Vielfalt als Prinzip, Transparenz statt Politik im stillen, korrupten Kämmerchen, Abschaffung von Lobbyismus und Monopolen, freie Bildung bis hin zur Ablehnung von genmanipulierten Lebensmitteln sind das politische Antwortpaket auf die meisten Fragen der Zukunft. Und nach meinem ersten Piratenstammtisch in Kiel eine Woche später wusste ich auch, dass dieses Paket tatsächlich gelebt wird. So wurde ich Pirat. Damit habe ich dann auch meine linke Vergangenheit als politischen Anachronismus über Bord geworfen. Links sein im traditionellen Sinn führt nicht weiter und macht nur Politik im und für den elfenbeinernen Turm.

Modern, zeitgemäß und praktisch kann Politik von heute nur sein, wenn sie sich von Klischees trennt und sich aufmacht, alte ideologische Prinzipien zu überwinden. Wer in der Sahara das größte Solarkraftwerk der Welt baut und gleichzeitig technologische Geheimniskämerei so betreibt, dass die Staaten Afrikas nicht auch von der Solartechnologie profitieren können, der darf sich nicht wundern, wenn die Afrikaner mit den Füssen abstimmen und sich auf nach Europa machen, wo ihre Anwesenheit dann zu üblen Sarrazinismen und dummschwätzerischen Bewertungen eines Bundesvorstandes der Piratenpartei führt. Wer also Wissen und Technologien nicht auch als soziale Verpflichtung zum Teilen derselben sieht, schafft sich selbst die Probleme, die er dann mangels grundsätzlich nicht vorhandener moralischer Befähigung auch nicht zu Hause lösen kann. Wer auf diese Weise den Rechtsextremen auf dem Silbertablett ihre vermeintliche Existenzberechtigung präsentiert, weil so eben künstlich geschürte Überfremdungsängste utilisiert werden können, kann und darf doch nicht gleichzeitig Integration zu einer einseitigen Bringschuld erklären, die nur die zu leisten haben, die hierher kommen. Der ist in der Verantwortung, Integration sinnvoll zu organisieren und die zu Integrierenden zu schützen gegen Angriffe von Leuten, die mit unserer Demokratie nichts am Hut haben.

Wenn also das gesamtgesellschaftliche Integrationsversagen zu Faschismus und Rechtsextremismus führt oder von deren Anhängern kriminell missbraucht wird, ist Zivilcourage und Engagement dagegen gefordert. Wer das als bloßes „linkes Sektierertum“ abtut, handelt politisch unverantwortlich und dumm. Wer sich daran beteiligt, vermeintliche Überfremdungsängste zu schüren, in dem er beispielsweise Beifall klatscht, wenn religiöse Bedürfnisse nicht in der gewünschten Form und Symbolik gepflegt werden können, macht die Gräben tiefer und unüberwindlicher. Wer Extremformen der einen Religion als Bedrohungspotenzial hervor hebt, ohne gleichzeitig an die Widerlichkeiten der Ratzinger, Williamsons und Co. zu denken, der muss sich den Vorwurf gefallen lassen, religiös-erzkonservativen Populismus zu bedienen.

Gegen Rechtsextremismus zu sein, ist aus meiner Sicht also ganz klar eine humanistisch-moralische Aufgabe und Pflicht. Tausende von alljährlich begangenen Gewaltstraftaten mit rechtsextremen Motiven nebst einem im sonstigen politischen Extremspektrum nicht zu beobachtenden Organisationsgrad erfordern, dass alle Demokraten politisch bis an die Zähne bewaffnet dagegen kämpfen. Diese Herkulesaufgabe kann vom Verfassungsschutz und der Polizei nachweislich nicht stellvertretend für uns alle alibihaft übernommen und erfüllt werden. Wer A (=Globalisierung) sagt, der muss auch B (=Integration) sagen und leben.

Die im politischen Raum unvergleichliche Militanz der Rechtsextremen ist die tatsächliche innenpolitische Bedrohung. Deswegen muss beim Kampf gegen politischen Extremismus an dieser Stelle auch ganz deutlich priorisiert werden. Parteipolitische Statements mit Allgemeinplätzen gegen politischen Extremismus jedweder Couleur werden dem in keiner Weise gerecht, weil sie eher als hehre politische Wunschvorstellungen mit philosophischem Anspruch wahrgenommen werden. Damit macht man wie die traditionellen Linken Politik für und im elfenbeinernen Turm, stellt sich aber nicht gegen antidemokratische Gefahren auf. Wer also dem Kampf gegen den Rechtsextremismus den Vorrang gibt, ist deshalb noch lange nicht auf dem linken Auge blind. Er trägt nur den wirklichen aktuellen Gefahren Rechnung und priorisiert, anstatt sich edel zu verzetteln.

Als Pirat sehe ich mich in der Pflicht, wenn ich mich gemeinsam mit den Piraten in den anderen Ländern für unsere Ziele einsetze, auch die Verantwortung für die Folgen dieser Politik zu übernehmen. Und wenn ich das tue, indem ich beispielsweise gegen Rechtsextremismus vorgehe, dann ist das eben nicht „links“ oder „linksextrem“. Das ist eine politische Selbstverständlichkeit und nichts anderes!

Der eingangs genannte Schubladenautomatismus bei der Einordnung der Piraten gegen Rechtsextremismus ist also falsch. Dass dieser Automatismus durch die zunächst gewählten Logos verstärkt wurde, müssen wir Piraten gegen Rechtsextremismus uns zuschreiben lassen. Das war ein Fehler von uns. Weil aber so viele Piraten in ihren Kommentaren hier im Blog und per Mail gewünscht haben, dass das im Wind geblähte Segel der Piraten das Logo zieren soll, wird ein solches Logo angefertigt.

Damit ist eine Diskussion um eine angebliche Spaltung der Piraten in linke und rechte Piraten aus meiner Sicht auch obsolet geworden. Die klare Mehrheit der Piraten, so wie ich sie bundesweit kennen gelernt habe, ist eindeutig gegen Rechtsextremismus. Flügelkämpfe sind daher überflüssig. Die gewollte Polarisierung über dumme Postings in Blogs will aber genau diese Flügelkämpfe künstlich erzeugen. Auch dass ein Landesverband der Piraten es aus meiner Sicht an der erforderlichen Distanz mangeln lässt, spaltet die Piratenpartei noch lange nicht in zwei Lager, die sich bekämpfen.

Pseudointellektuellen Stürmen im geistigen Schnapsglas eines Herrn Koenig sollten wir – mich ausdrücklich eingeschlossen – künftig weniger oder besser noch gar keine Aufmerksamkeit schenken. Niemand von uns Piraten hat ihn zum Vordenker erhoben oder sich gewünscht, dass er selbsterkoren diese Funktion wahrnimmt. Wenn er also seiner eitlen inneren Uhr folgend in ein paar Wochen wieder einmal dazu ansetzt, seine Sprechblase zu entleeren, sollten wir seine intellektuelle Notdurft nicht unnötig und zu unserem eigenen Schaden hypen. Die wirklich Intellektuellen dieses Landes wissen spätestens jetzt, nachdem sich so viele Piraten mit oder ohne offizielle Funktion von ihm distanziert haben, woran sie mit ihm sind und werden seinetwegen nur dann auf uns eindreschen, wenn wir ihn in ein paar Monaten wiederum in sein Amt wählen sollten, was gewiss nicht geschehen wird.

Wir haben wirkliche Baustellen, die unser entschlossenes Zupacken fordern wie die, die von der FDP in der Koalition durch konsequentes Umfallen in allen uns wichtigen Fragen aus Bürger- und Freiheitsrechten Ruinen gemacht haben. Zensur, Vorratsdatenspeicherung und viele andere üble Dinge sind nur vertagt, nicht verschwunden. Deshalb sollten wir uns also nicht mit Herrn Koenig in seinen politischen Sandkasten setzen, Spielzeugbagger begeistert von links nach rechts drehen und dabei „Brumm, Brumm, Brumm“ rufen. Die 850.000 Wähler, die uns gewählt haben, erwarten zu Recht von uns, dass wir uns geschlossen um ihre Sorgen und Interessen kümmern. Das ist ein Auftrag, der von uns allen verantwortlich erfüllt werden muss. Daran werden wir gemessen. Die Piraten in Nordrhein-Westfalen, die fast schon im Wahlkampf stecken, werden als Erste zu spüren bekommen, ob wir in der Wahrnehmung der WählerInnen ernsthaft Politik machen.

Der politische Welpenschutz für uns ist in diesem Sinne also vorbei. Wir sind die Partei, die ihren Überzeugungen auch nach dem 27. September 2009 unverändert treu geblieben ist. Ohne uns und unsere die FDP-Wähler interessierende Politik gegen Zensur und Vorratsdatenspeicherung wäre die Zensur bereits Alltag im Internet und das BKA Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter in einem. Die in NRW diskutierten Entwürfe für ein neues Polizeigesetz und die Aufgaben des Verfassungsschutzes machen die Piraten für dieses Land noch unentbehrlicher, als sie es ohnehin schon waren. Der Kampf für Bürger- und Freiheitsrechte wird von uns weiter geführt – online und offline.

Zum „offline“ gehört für mich als Pirat zwangsläufig auch der Kampf gegen den Rechtsextremismus. Er ist aber nur ein Element und nur eine Facette piratischer Politik, so wie ich sie verstehe. Wer als Partei an diesem Punkt nicht präsent ist, hat jeden Anspruch verwirkt, sich glaubwürdig für Bürger- und Freiheitsrechte einzusetzen. Diesen Glaubwürdigkeitsverlust muss die Piratenpartei nicht befürchten, wenn sie sich klug dem überholten Schubladendenken versagt, das Gegner des Rechtsextremismus automatisch zu Linken macht.

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31 Kommentare

  1. Thomas Trueten
    Twitter:
    sagt:

    Word! Ich hoffe, dass sich da einige eine Scheibe von abschneiden…

  2. Landpirat sagt:

    Wolfgang, der Artikel gefällt mir sehr gut. Ich hoffe, sehr viele andere Piraten auch.

  3. Wolfgang, ein Lob für eine piratischen Text von Ernesto Thomas Trueten zu bekommen, ist schwerer, als ein Kamel durch ein Nadeloer und so. Respekt.

  4. marax79 sagt:

    Danke Wolfgang für die klaren und aufrichtigen Worte! Deiner Meinung kann ich mich nur anschließen, eine humanistisch-altruistische Weltanschauung zu besitzen bedeutet nicht ein “Linker” zu sein. Solche Pauschalisierungen machen den konstruktiven Dialog unmöglich.

  5. Jochen sagt:

    Supertext.

  6. Thomas sagt:

    schön geschrieben. exzellente gedanken.

  7. Danke für diesen Text!

  8. Felix Nagel
    Twitter:
    sagt:

    Guter Text, gut das wir dich bei den Piraten haben.

    Allerdings finde ich die Defintion ob die Piraten links oder rechts einzuordnen seien etwas zu — theoretisch.
    Praktisch gesehen verorten die meisten Menschen piratige Ideen (ob fälschlicherweise mal ganz außen vor gelassen) im linken Teil der Skala. Meiner Erfahrung nach hegt ein Grpßteil der Piraten / Sympathisanten links-liberales Gedankengut.

  9. Andy sagt:

    Rosinenpicker. Nicht mehr und nicht weniger.
    “Ich bin ein bisschen hier für, ich bin ein bisschen dafür, aber Stellung beziehe ich keine.”

  10. Wolfgang Dudda
    Twitter:
    sagt:

    Weil Matthias Schrade mit seinem iPhone Probleme beim Kommentieren hat, bat er mich, seinen Kommentar per Hand zu veröffentlichen:

    Punkt.
    Mehr ist zu diesem erstklassigen Text nicht zu sagen. Und jetzt lasst uns wieder ernsthafte Politik machen.

    Gruß
    Matthias

  11. lars sagt:

    Hallo Wolfgang,

    wie wärs, wenn Du Dich mal mit der Definition des Begriffes “Rechtsextrem” auseinandersetzt, wenn er Dir schon so leicht aus der fliesst.
    Was mir an “Kämpfern gegen Rechts” und “Humanisten” wie Dir immer wieder auffällt, ist neben der Selbstgerechtigkeit und der vorgetragenen moralischen Überlegenheit, dass der Humanismus im Umgang mit dem politischen Gegner offensichtlich keine Rolle mehr spielt. Da wird beleidigt und diffamiert.
    Und sich gut dabei gefühlt.
    Dein Umgang mit Herrn König ist stillos.
    Er ist nicht nur sachlich falsch, sondern einfach unterste Schublade.
    Aus Deinen Beiträgen geht hervor, dass Du Dich für einen sehr intelligenten Menschen hälst.
    Gegen eine gesunde Portion Narzissmus ist nichts einzuwenden.
    Allerdings empfehle ich bevor Du Herrn König wegen seinen Statements zu Entscheidung der Schweizer beschimpfst, eine Lektüre des Koran.
    Ansonsten ist jede Meinungsäusserung Deinerseits zu diesem Thema hohles Geschwätz und alles andere als intelligent. Ich habe mir die Mühe gemacht das Buch zu lesen..machte keinen Spass, aber musste sein, da ich wissen wollte was dran ist an der Islamkritik..ist sie verkappte Ausländerfeindlichkeit oder ist sie in ihrer Schärfe berechtigt?

    Ich konnte mir die Frage beantworten.

    Also..ein narzistischer moralischer Fels in der Brandung rechtsextremer Menschfeinde sein oder tatsächlich mal dem Islam auf den Zahn fühlen.
    Vielleicht haben Deine bösen Landsleute gar nicht so unrecht…?

    Gruss aus Berlin

  12. Felix Nagel
    Twitter:
    sagt:

    @Lars
    Das Aaron oder besser Stefan regelmäßig Mist von sich gibt wird wohl niemand bestreiten.
    Interessanter finde ich aber das du also _den_ Koran gelesen hast und somit vollumfänglich informiert bist.

  13. Glanzor sagt:

    Sehr schöner Aufsatz. Dank solcher Leute wie Ihnen brauche ich nicht zu bereuen, wofür ich in den letzten beiden Wahlen meine Stimme hergegeben habe.
    Bei der Bewertung der Linken machen Sie meiner Meinung nach den Fehler, das Linkssein an der Mehrheit der Linken zu messen und nicht an grundsätzlichen linken Werten, aber sonst kann ich da echt nichts gegen sagen.

  14. sianasta sagt:

    Der erste inhaltliche Text den ich von einem Piraten sehe. Ich bin bekleistert.

  15. Kraychecker
    Twitter:
    sagt:

    Großartiger Artikel, Herr Dudda. Ich nde es ganz hervorragend, wie Sie Stellung beziehen und fühle mich bestätigt in der Annahme, dass es politischen Sachverstand in der Piratenpartei gibt. Sachverstand, den man bei Herrn Koenig leider schmerzlich vermisst.

    Danke.

  16. Klingelhella sagt:

    Globalisierung: Waren, Geld und Dienstleistungen sollen sich frei bewegen können; Menschen und Ideen nicht!

  17. STP1910 sagt:

    “Wer also dem Kampf gegen den Rechtsextremismus den Vorrang gibt, ist deshalb noch lange nicht auf dem linken Auge blind. Er trägt nur den wirklichen aktuellen Gefahren Rechnung und priorisiert, anstatt sich edel zu verzetteln.”

    Der Teil, den ich nicht verstehe, ist: Wer bei Religion antidemokratischen Extremismus aufzeigt, muss dabei alle Religionen berücksichtigen und z.B. das Christentum nicht einfach übergehen, aber bei politischem Extremismus priorisiert man besser?

  18. Nikolaus sagt:

    Linke Socke versucht sich als Humanist zu verkleiden. Noch ist Weihnachtzeit, nicht Karneval!

  19. @stp1920: Falsch. Aber wer dem ‘positiven’ Ergebnis der Abstimmung über den Verbot des Minarettbaus interpretiert als eine Absage an eine ‘politisch-totalitäre Bewegung [...] Andersenkende Töten [...] [blafasel]‘ obwohl Fundamentalismus gar nicht das Thema war, wer also den Islam und alle Muslime grundsätzlich als eine mordende Horde darzustellen versuchtund dies mit Links aus der stramm rechten Ecke zu rechtfertigen versucht, wer auch Sarrazin dankt, in einer Diskussion endlich deutliche Worte zu finden, der muss wohl damit leben, als nicht piratisch zu gelten einen eingeschenkt zu bekommen.

    Ist das Thema religiöser Fundamentalismus, darf ausgeteilt werden, dass die Schwarte kracht, aber hallo.

    @Nikolaus: Und genau wegen solchen Flachpfeifen wie Dir, ist es so wichtig, dass Leute wie Wolfgang ganz genau aufzeigen, wo der Bartel den Most holt.

  20. Nikolaus sagt:

    @ Pantoffelpunk

    Vielen Dank für meine namentliche Nennung. Habe ich bei Dir einen empfindlichen Nerv getroffen? Obwohl ich nur mal die politische Entwicklung verkürzt wiedergegeben habe die Wolfgang Dudda oben für sich beschrieben hat?

    Manchmal kann es übrigens nicht schaden, über den Tellerrand zu schauen. WIe wäre es mal mit dem Sammeln von Hintergrundwissen über die Islamische Republik Iran, das wahabitische Königreich Saudi-Arabien, über Malaysia und andere islamische Staaten.
    Hier mal ein kleiner Auszug über Religionsfreiheit in Malaysia (aus Wikipedia):
    Der Islam, zu dem sich 60 % der Bevölkerung bekennen, ist Staatsreligion. Nach der Verfassung des Landes sind alle ethnischen Malaien von Geburt automatisch Muslime. Sie können keine Andersgläubigen heiraten.[5] Ein Abfall vom Islam wird höchst ungern gesehen und ist in der Praxis nur schwer möglich. Hierzu ist zunächst ein „Borang Keluar Islam“ (Formular zum Austritt aus dem Islam) auszufüllen. Anschließend muss ca. zwei Jahre bewiesen werden, dass man nicht doch noch zum Islam bekehrt werden kann, beispielsweise in „Umerziehungszentren”, wo Austrittswillige festgehalten werden.[6] Am Ende muss ein Sharia-Gericht über den Austritt entscheiden – die in der Verfassung verbriefte Religionsfreiheit besteht nur theoretisch.[7][8] Dies zeigen auch Fälle aus der jüngsten Zeit.[9][10][11][6][12]

    Wenn Dir das Wort Sharia-Gericht nichts sagt, dann google einfach mal.

    Vielleicht ist es Dir dann ja möglich Verknüpfungen zwischen den Forderungen für den weltlichen Islam und den spirituellen Islam herzustellen.

    Ich habe übrigens insgeamt 30 Jahre Erfahrungen in islamischen Ländern, und nicht nur in oben Aufgeführten, sammeln dürfen. Daher kann ich eine ganze Menge beurteilen.

    Aso Blinder, versuche mir bitte nicht die Farbe Rot zu erklären.

    Dann habe ich noch zwei Zusatzfragen: 1.) Woher weisst Du eigentlich was piratig ist.? 2.) Woher nimmst Du Dir das Recht dir nicht passende Meinungen als unpiratig darzustellen?

  21. @Nikolaus: Spar Dir Dein Wissen doch für den Zeitpunkt auf, an dem es gebraucht wird.

  22. Nikolaus sagt:

    @ Pantoffelskunk

    Warum immer so verbittert? Ich komme hier doch nicht mit irgendwelchen Belehrungen. Die kommen doch von Dir.

    Da arbeitest Du aber mit Unterstellungen, wenn Du behauptest, dass ich Wissen preis geben würde und es besser für die Zukunft aufsparen sollte. Kann es sein, dass Du eine kleine Lese- und Auslegungsschwäche hast?

    Reicht ein Hinweis auf unterschiedliche Auffassungen bei Dir schon aus, aufzuheulen, als ob man Dir in die Eier getreten hat?

    So wie ich die Sache sehe (Irrtum eingeschlossen), gehörst Du zu den Moralaposteln die Schwierigkeiten haben, die eigenen veröffentlichten Ansichten selbst zu leben.

  23. STP1910 sagt:

    @ Pantoffelpunk
    Den Bezug in Deiner Antwort (König, Islamisten etc.) an mich stellst Du her.

    Der Autor hier schreibt allgemein. Und ich lese das als Widerspruch im Text.

  24. @Nikolaus: Ich bin doch nicht verbittert, bzw. reagiere ich grad nicht so: Im gegenteil ich unterstelle Dir Wissen, das man brauchen könnte – nur nicht in dem Zusammenhang, in dem wir grade diskutieren, weils halt nicht um Fundamentalismus geht.

    @fcsp: Hast Recht, hab Dich missverstanden.

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