Heute wird die CSU 64 Jahre alt. Dass man heutzutage mit bloßer Folklore und den typisch bayrischen Ritualen allein nicht mehr die Wähler mobilisieren kann, musste die CSU bei den letzten Wahlen schmerzhaft zur Kenntnis nehmen. Als ich mir eben mal die Homepage der CSU angeschaut habe, war ich überrascht. Ein flottes und gut gemachtes Angebot präsentiert sich dort. Das darf allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass ich natürlich kaum etwas mit den Inhalten der CSU anfangen kann. Meine positive Bewertung erstreckt sich also auf die Form, nicht auf die Inhalte.
Wessen Lied man bei der CSU singt, darf man angesichts zahlreicher Großspenden aus der Industrie nicht nur vermuten. Man muss es als gegeben betrachten. Laut Wikipedia finanzierte sich die CSU 2007 so:
Also knapp ein Viertel der Einnahmen generiert die CSU aus Spenden. Seien es nun die 750.000 Euro des Bayrischen Industrieverbandes oder die 600.00 Euro des VBM – Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie e.V., die uns Piraten hier in Schleswig-Holstein zu diesem offenen Brief, an dem ich zugegebenermaßen ein wenig mitgestrickt habe, inspirierten. Dass natürlich bis heute keine Antwort auf unseren Brief gekommen ist, überrascht uns nun doch. Ein wenig mehr Souveränität hatten wir bei diesem mächtigen Verband doch vorausgesetzt.
Zugute halten muss ich der CSU, dass sie die Presselandschaft in Bayern wenigstens offen angeht. Das ist hier bei uns in Schleswig-Holstein bekanntlich ein wenig anders, wird aber demnächst von der OSZE aufgearbeitet werden. In Bayern gibt es den “Bayernkurier” und der kommt verdammt ehrlich daher, wie man hier in diesem gerade eben von mir gefertigtem Screenshot sehen kann. Klickt man die Rubrik “Infos & Argumente” an, ergibt sich gähnende Leere:
Klar, dass ich mir diesen billigen Gag nicht entgehen lassen konnte.
Hierzulande im Norden der Republik sparen Zeitungen und Verlage unliebsame und kritische Parteien aus der Berichterstattung aus.
dass man in Bayern bei der CSU allerdings auch recht praktisch denken kann und damit möglicherweise Problemen begegnen möchte, die sich aus einer gewissen Unzufriedenheit der Bevölkerung ergeben könnten, zeigt dieses wunderbare Werbeplakat der CSU, dass ich bei FlickR gefunden habe:
Wir haben also allen Grund, der CSU heute zu gratulieren, nicht wahr?






Für mich ist er der deutsche Liedermacher schlechthin. Er ist auch der Beweis dafür, dass Zensur bei uns eben nicht erst mit der Internetsperre des fleischgewordenen Blondinnenwitzes zu Hause ist. 











