Beiträge getagged ‘ANGENEHM’

Neues vom Allerfeinsten

8 Mai 2010

Soeben erreichte mich eine Mail von Sangit aka Björn Both. Diese Mail enthielt alles, was man so braucht, um einen Künstler unter die Leute bzw. die Konzerveranstalter zu bringen. Damit mache ich mich nun nächste Woche auf die Socken und schaue mal, wie man anderen hierzulande mit ihm eine Freude machen kann. Ihr dürft ruhig neidisch sein, weil ich dafür jetzt ein brandheißes Demo von ihm habe. Und wer immer noch als musikalischer Neandertaler in der norddeutschen Tiefebene unterwegs ist, kann diesen Mangel schnell abstellen, wenn sie/er sich hier bei myspace.com einige von Sangits Songs herein zieht.

Wer ihn treffen und hören möchte, kann sich rechts auf dem Bild orientieren. Und wer es dann mit dem Genuss auf die Spitze treiben will, sollte den Termin am 12. Juni 2010 in St. Peter-Ording im Auge behalten, weil er mich dort gleichzeitig treffen kann. Wenn das Wetter nur ein wenig mitspielt, muss das in St. Peter gigantisch werden! Die Location würde sich für ein Woodstock-Revival eignen. 400.000 Leute hätten da spielend Platz, wie Ihr unten sehen könnt.

Und wenn ich es, obwohl ich das Haus voller Gäste habe wegen der Kieler Woche, irgendwie hinkriege, werde ich mir meinen FC. St. Pauli in Heide zusammen mit Sangit natürlich nicht entgehen lassen am 25. Juni 2010.

Achja, und wer Sangit für sein Lokal oder seine Bühne buchen will, sollte das jetzt ins Auge fassen, denn noch ist er bezahlbar. Das wird jedoch nicht mehr lange so sein. Dessen bin ich mir absolut sicher! Ernsthafte Veranstalteranfragen werden von hier aus mit Fotos und Demosongs beantwortet.

Vorgestern war Ostern und Weihnachten

8 Mai 2010

Der Tag, an dem Jackie Leven alljährlich in Kiel gastiert, ist für mich tatsächlich so etwas wie Ostern und Weihnachten zusammen. Vorgestern lieferte er eines seiner besten Konzerte ab, seitdem er hier spielt. Völlig entspannt und dieses Mal besonders auf den guten Sound achtend bescherte er uns einen tollen Abend. Dass etwas weniger Leute als sonst das Konzert besuchten, störte ihn nicht. Im Gegenteil. Die Atmosphäre war intimer als sonst. Wie immer gab er Stories zum Besten, bei denen man wirklich manchmal nicht zwischen Fiktion und selbst Erlebtem unterscheiden konnte.

Nach gut zwei Stunden endete das Konzert wie immer bei ihm und dem stoisch wirkenden Keyboarder Michael Cosgrave ohne Zugabe. Stattdessen konnten wir mit Jackie plaudern. Dabei gab er mir die Genehmigung, einen seiner älteren Songs zu einem Video zu verarbeiten. Weil ich das schon so lange wollte, war ich natürlich besonders happy. Hier nun eines meiner Lieblingsstücke in einer siebeneinhalb Minuten langen Live-Version: “Marble City Bar”

Die Nummer stammt eigentlich von seinem Album Forbidden Songs of the Dying West. Die für das Video verwendete Version stammt vom Album For Peace Comes Dropping Slow. Sein neues Album, mit der jetzt in Deutschland auf Tour ist, heißt Gothic Road. Darauf spielt er mit dem bei uns leider völlig verkannten  Ralph McTell zusammen.

Intelligent wählen

2 Mai 2010

Wie die Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer heraus fand, bekämen die Piraten in NRW derzeit drei Prozent der Wählerstimmen. Beachtlich, zumal die Piraten ihren Wahlkampf leicht verspätet begonnen haben! Das gar schreckliche Video des nuschelnden, mietbaren Rumänenbashers Rüttgers hatte ich hier bereits eingestellt. Wen er damit erreichen will, bleibt dem intelligenzbegabten Wähler verborgen. Aber auch für uns gibt es nun ein Video, das in angenehmster Weise die grauen Zellen anspricht:

Toll gemacht, oder? So einfach und ganz und gar ohne Konfetti geht´s also auch.

Nach sehr, sehr langer Zeit Neues vom Wachturm

1 Mai 2010

Bevor ich Euch berichte, was in der vergangenen Woche alles passiert ist, setze ich nach langer Zeit meine Serie zum Dylan/Hendrix-Klassiker “All Along The Watchtower” fort. Die Indigo Girls haben sich des Stückes vor 19 Jahren angenommen und eine der leidenschaftlichsten Coverversionen zustande gebracht, die ich nun in ein Slideshow-Video eingebunden habe. Die Indigo Girls gehören zu den wenigen amerikanischen Künstlern mit dauerhaftem und glaubwürdigen sozialen Engagement, denen die Rechte der Schwule genauso wichtig sind wie die der Ureinwohner oder des Umweltschutzes. Das allein wäre an sich schon Grund genug gewesen, den beiden Sängerinnen Amy Ray und Emily Saliers hier Raum zu geben. Ich bin mir sicher, dass Ihr sie mögen werdet:

Und weil SONY den Content hier bei uns nicht mag, gibt´s das Video eben auch hier zu sehen.

Derzeit ist das Album bei amazon ausverkauft und es gibt nur den mp3-Download für Euch:

Einer für den Tag

21 April 2010

Hatte schon ewig keinen schönen Bluestitel mehr, den ich uns auf die Ohren geben konnte. Bekanntlich bin ich ja ein absoluter Fan von gut gemachten Coverversionen. Eine wirklich tolle Coverversion ist David Gogo mit dem James Brown-Klassiker “It´s A Man´s World” gelungen. 9 1/2 Minuten mit feiner Gitarre unterstützt von einer wunderbar weich gespielten Schweineorgel:

Wenn einer etwas zu erzählen hat …

21 März 2010

… und dann außerdem extrem musikalisch ist, sprechen wir von einem Storyteller oder Songwriter. Einen der besten seiner Zunft habe ich gestern im Haus am Watt genießen dürfen: Björn Both

Quasi unter Freunden in sehr intimer Atmosphäre (ein kleiner Imbiss war im Konzertpreis von 10,- € inkludiert) spielte uns Björn Both 2 1/2 Stunden lang seine neuen Lieder vor, die er jetzt auf seiner Tour durch Schleswig-Holstein (Tourdaten unten) vorstellt. Wie immer bei ihm waren die Songs autobiographisch geprägt. Er beschrieb, wie er mit dem umgeht, was das Leben so bereit hielt. Das allein wäre nicht bemerkenswert, weil das so viele andere auch tun. Das Wie macht den Unterschied aus. Wie nahe er sich selbst dabei kommt, wie schön er das in Melodien und Texte verpackt und letztlich wie eindrucksvoll er das dann vorträgt, gehört wahrlich zum Allerfeinsten. Damit erzeugt der Mann, der ohnehin schon eine enorme Präsenz hat, eine fast schon erdrückende Nähe. Nach dem gestrigen Abend sehe ich Björn Both absolut auf Augenhöhe mit dem Meister dieses Genre, nämlich mit Jackie Leven.

Drei Gitarren und ein Fußtambourine genügten ihm als Begleitung für seine eindringliche Stimme. Manche Lieder waren extrem eingängig und zum Mitsingen oder -summen geeignet, andere dagegen waren dagegen in sich derartig abwechslungsreich und auf den Punkt genau komponiert, dass sich so etwas wie akustisches Staunen einstellte. Die wahrlich hochkomplizierten Arrangements verlangten ihm auf den akustischen Gitarren alles ab. Dass er sich dabei als Profi in einem Stück gleich zwei Mal nacheinander an der gleichen Stelle “vergriff”, unterstreicht dabei nur, wie anspruchsvoll seine Stücke sind. Auch wenn er als “Rampensau” gekonnt und souverän mit der Situation umging, merkte man ihm doch an, wie sehr ihn das ärgerte.

Gegen Ende des Abends nahmen wir uns diverse Percussions, die er mitgebracht hatte, und spielten ein Stück gemeinsam. Draußen loderte das Lagerfeuer vor sich hin und nicht weit weg von uns spülte die Nordsee ihre Wellen an den Strand. Mit dem Stück “Talking To The Moon” aus den guten alten Tagen der “Late September Dogs”, das musikalisch dem, was Björn Both heute macht, am nächsten kommt, wollte er den Abend eigentlich beenden. Nach zwei weiteren Stücken war dann ein Abend vorbei, den ich in meiner persönlichen Konzerthistorie unter die Top Five einordne.

Weil Björn sich nicht entscheiden kann, welche 14 seiner 38 neuen Songs auf die neue CD kommen sollen, gibt es das, was wir gestern hören durften, noch nicht zu kaufen. Einen Vorgeschmack könnt Ihr Euch hier anhören, wobei ich Euch “Sharome” besonders ans Herz lege. So bald das neue Album zu haben ist, werde ich Euch hier darauf hinweisen. Bis dahin trösten wir uns eben an dieser Stelle mit dem wunderbaren “Talking To The Moon”:

Björn Both ist als “Sangit” mit seinen “Shamaniac Chansons” mindestens bis zum 8. Mai 2010 auf Tour. Leute, lasst Euch das nicht entgehen, wenn Ihr die Möglichkeit habt, ihn zu erleben, was hier, teilweise sogar kostenlos, möglich ist:

  1. 25.3. in Flensburg im SHAMROCK
  2. 4.4. in Heide OSTERFEUER WESTCOAST
  3. 8.4. in Husum BLOCKHÜTTE
  4. 10.4. in Heide LEPRECHAUN
  5. 15.4 in Rendsburg ANNO PICASSO
  6. 17.4. in Garding LÜTT MATTEN
  7. 24.4. in Eckernförde UTGARD
  8. 8.5. in Meldorf BORNHOLDT
  9. to be continued

Wie wandlungsfähig und vielfältig Björn Both ist, könnt Ihr Euch auf seiner Homepage anschauen, wo er auch sein Projekt “Pulseflow” mit elektronischer Musik vorstellt. Das Album habe ich mir gestern gleich mal mitgenommen und auf der über 100 Kilometer langen Heimfahrt von der Nordsee nach Kiel nachts derbe laut herein gezogen. Besseren Tribaltrance habe ich noch nie gehört!

Einer für den Sonntagabend

7 März 2010

Tja, da war ich nun fast drei Tage offline. Und? Die Welt hat sich natürlich weiter gedreht, nur eben ein wenig analoger. War auch mal schön und entspannend.

Weil mir danach ist und weil es sich wahrlich um sehr ungewöhnliche Klänge in diesem Blog handelt, gebe ich uns von UNHEILIG  das Stück “Freiheit” auf die Ohren.

Es muss also nicht immer Blues sein. Und? Wollen wir laut oder leise sein?

Gestern war schon nicht schlecht, aber heute …

3 März 2010

… scheint die Sonne mal so richtig auf mein Gemüt! Seit Wochen schon klappere ich Goggle auf und ab, um heraus zu finden, ob und wann mein Lieblingsmusiker uns hier in Kiel dieses Jahr wieder beehrt. Soeben habe ich entdeckt, dass Jackie Leven den 6. Mai 2010 zum Feiertag für uns in Kiel erklärt hat! Im Kulturforum wird er dann seine neue, am 2. April 2010 erhältlich CD “Gothic Road”, in die Ihr schon einmal hinein hören könnt, vorstellen.

Einmal mehr eine sehr, sehr schöne CD, auf die ich mich schon riesig freue. Genau so wie auf den gewiss einmal mehr unvergesslichen Abend mit Jackie Leven.

Wer will kann sich die CD schon vorab bestellen:

Irgendwie doch ein guter Tag

2 März 2010

Okay, das Bundesverfassungsgericht hat die Vorratsdatenspeicherung durch Nichtigerklären des Gesetzes zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung erst einmal gekippt. Die Klarheit und Eindeutigkeit, mit der der 1. Senat den Gesetzgeber abgewatscht hat, ist so in der deutschen Geschichte bisher einmalig. Den Bedenken der Gegner der Vorratsdatenspeicherung wurde in allen Punkten entsprochen. So weit, so gut? Mitnichten. Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber aufgegeben, die EU-Richtlinie eben verfassungskonform umzusetzen. Mit anderen Worten: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Auf in die nächste Runde!

Wer´s heute nicht live erleben konnte, kann sich drei Minuten lang das Bundesverfassungsgericht anschauen:

Noch Fragen?

Chapeau, SPREEBLICK!

27 Februar 2010

Oh Mann, da grübelt unsereiner monatelang, wie er seine Position unter die Leute bringen kann und dann kommt der SPREEBLICK daher, der die Nummer mit einer unglaublichen Leichtigkeit und Präzision macht. Da bleibt dem normalsterblichen Blogger nur das ehrfürchtige Staunen als Reaktion üblich.

Besser wurde das Thema “Rechtsradikalismus und Linksradikalismus” wohl im deutschen Internet noch nicht behandelt. Wunderbar, wie das im wahrsten Sinne des Wortes extrahiert wurde.

Highlight der Woche

27 Februar 2010

Mein Highlight dieser Woche ist ohne Frage der geniale Auftritt von Volker Pispers in “Neues aus der Anstalt”. Warum soll man doch noch bloggen?

Und noch eine Frau!

7 Februar 2010

Gestern war ich auf dem Landesparteitag der Hamburger Piraten, dessen Zweckbestimmung die Neuwahl des Vorstandes war. Dies war nötig geworden, weil es sich der bisherige Vorsitzende anders überlegt und sich vom Acker gemacht hat. Traditionell haben die Piraten aus Schleswig-Holstein den Versammlungsleiter und den Wahlleiter gestellt, so wie es umgekehrt die Hamburger Piraten stets bei uns tun. Eine gute Sitte! Hier könnt Ihr Euch den neuen Hamburger Vorstand anschauen.

Wie lernfähig die Piraten sind, haben sie gestern in Hamburg einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Bei der “Kandidatenkür” wurde jede/jeder gründlichst durchleuchtet und befragt. Wie wir in Schleswig-Holstein haben sich die Hamburger Piraten dazu entschieden, ihren Vorstand deutlich zu vergrößern, um so dem Mehr an Arbeit gerecht werden zu können. Der Vorstand besteht nun aus sieben Mitgliedern. Geleitet wird das Vorstandsteam von einer Frau. Desiree Huthmacher ist die neue Landesvorsitzende der Hamburger Piraten. Nach Nordrhein-Westfalen hat damit ein zweiter Landesverband einen weiblichen Piraten an der Spitze.

Das Selbstverständnis von Desiree Huthmacher bei der Vorstandsarbeit stimmt mit dem meinen überein. Sie sieht es so:

Wir sind Piraten, wir leben Basisdemokratie.
Da wir eine ordentliche Partei sind haben wir uns an das Parteiengesetz zu halten und brauchen daher einen Vorstand.
Meines Erachtens ist dieser als Dienstleister für die Basis anzusehen und hat sich darum zu kümmern, dass der Landesverband arbeiten kann und seine Rechte und Pflichten gegenüber dem Bund erfüllt. Zudem repräsentiert er den Landesverband nach außen und darf sich daher nicht scheuen, Interviews zu geben oder sich durch Pressemitteilungen zu Wort zu melden. Es geht dabei nicht um die individuelle Meinung eines einzelnen Vorstandmitglieds, sondern um die Auffassung des Landesverbands.

Der Vorstand muss auf dem Laufenden sein, Strömungen aufgreifen und notfalls mal die Initiative ergreifen und Impulse aussenden, um Piraten zu motivieren.
Auf dem Laufenden zu sein heißt für mich, dass der Vorstand über seinen LV bestens informiert ist und zudem mitbekommt, was im gesamten Land- vorallem auf Bundesebene geschieht.
In der Vergangenheit haben wir viele bundesweite Aktionen nicht mitbekommen (ich erinnere an das Gläserne Mobil, den Flashmob zum Thema Nacktscanner) und konnten daher nicht mitmachen. Auch wenn wir ein selbstständiger Landesverband sind, sollten wir niemals vergessen, dass wir immer noch eine Partei sind und gemeinsam für das Gleiche eintreten.

Das gefällt mir ausnehmend gut.

Was mir auf dem Hamburger Landesparteitag nicht so gut gefiel, war das leider häufig zu beobachtende Phänomen, dass der jeweils eigene persönliche politische Standort eher schüchtern und zurückhaltend preisgegeben wurde. Die Verunsicherung unter den Piraten war nach meiner Meinung unübersehbar. Manchmal wurde die eigene politische Historie geradezu schamhaft dargestellt, so als ob es unter den Piraten nicht ausreichend Toleranz gäbe. Manchmal trieb die Kandidatenkür allerdings auch humoristische Blüten, wenn beispielsweise ein Pirat gefragt nach seinen persönlich drei größten Fails antwortete, Helmut Kohl die Hand geschüttelt und überhaupt dessen Wahlkampfveranstaltung besucht zu haben.

Hoffnungsfroh macht mich jedoch, dass dem neuen Hamburger Vorstand ganz klar ist, welche Riesenaufgaben auf ihn warten und dass diese nur gemeinsam bewältigt werden können. Und das Gemeinsame endet nicht an der Hamburger Stadtgrenze. Noch gestern haben wir abgesprochen, dass Hamburg und Schleswig-Holstein ganz eng zusammen arbeiten wollen und werden. Gemeinsam zu lösende politische Probleme gibt es ja im Übermaß.

Achja, und noch eine Unart früherer Zusammenkünfte der Piraten wurde gestern – wie bereits im Dezember bei uns in Lübeck – abgelegt. Sich selbst zerfleischende, dem Zweck kontraproduktiv entgegen stehende “Unendlichdiskussionen” fanden nicht statt. Den wenigen absurden “GO-Anträgen”  widerfuhr das, was nötig war. Ob dies nun der norddeutschen Eigenart, Dinge knapper und schneller auf den Punkt bringen zu können/wollen geschuldet war oder der Erfahrung, ist einerlei.

Fazit: In Hamburg muss sich die Parteienlandschaft auf eine kampfbereite und -freudige Piratenpartei einstellen. Und das ist auch gut so für die Hamburger!

Zug des Lebens

31 Januar 2010

Ich weiß nicht, was ich im Jahr 2000 getrieben habe. Es muss jedenfalls verdammt wichtig gewesen sein, weil mir einer der schönsten Filme der Filmgeschichte damals entgangen ist: “Zug des Lebens

Wenn sich Partisanen, die immer wieder Probleme damit haben, ihren Auftrag, einen Zug in die Luft zu sprengen, die Augen reiben und nicht glauben wollen, was sie sehen, nur weil SS-Männer zusammen mit Juden das Sabbat-Gebet sprechen, dann ist das die Folge einer “Selbstdeportation” eines ganzes jüdischen Dorfes irgendwo in Osteuropa. Dieses Dorf hat sich alte Waggons und eine alte Lokomotive besorgt, SS-Uniformen selbst geschneidert und auch sonst alles getan, das getan werden musste, um mit dem Zug vor den Nazis nach Palästina zu flüchten. Tragikomisch und mit einem wunderbaren jiddischen Humor ausgestattet, der augenzwinkernd mal die Deutschen, mal die Juden und auch die Zigeuner bedenkt, verzaubert dieser Film von der ersten bis zur letzten Minute mit seinem überraschenden Ende.

Ganz, ganz großes Kino!

Schöne Zahlen

31 Dezember 2009

Obwohl ich in den letzten Tagen kaum Zeit für das Bloggen hatte und deshalb hier wenig los war, hält der Monat Dezember 2009 für mich die besten Besucherzahlen bereit, seitdem es dieses Blog gibt.

Über 57.000 Besucher und dabei über 127.000 Seitenansichten sind für ein Außenseiter-Blog wie dieses ganz nette Zahlen, Ich danke Euch für Euer Interesse und wünsche mir, dass Ihr mir gewogen bleibt!

Die Piraten werden immer professioneller (zum Zweiten)

29 Dezember 2009

Gestern haben wir uns als Landesvorstand der Piraten in Schleswig-Holstein zu unserer ersten Vorstandssitzung in Lübeck getroffen. Dabei haben wir doch gleich mal die Räumlichkeiten unserer neuen Geschäftsstelle in Augenschein genommen. Direkt an der wohl verkehrsreichsten Lübecker Kreuzung (ca. 80.000 Fahrzeuge täglich) kurz vor dem Holstentor gelegen und mit allem erdenklichen, nützlichen Büroschnickschnack dieser Tage versehen sind wir so ab jetzt genau so funktionell wie repräsentativ aufgestellt. Dafür bedanken wir uns bei unserem neuen Schatzmeister Oliver Pradetto, der uns in seiner Firma blau direkt einen Raum frei geschaufelt hat.  Vom Besprechungsraum mit Riesenflachbildschirm über die Kuvertiermaschine, mit der wir komfortabel tausende von Briefen komfortabel versenden können, bis hin zum Platz für ein Riesenpiratenwerbebanner an der Hausfront steht uns alles zur Verfügung, was man so braucht, wenn man professionell arbeiten will.

Bei derartig perfekten Rahmenbedingungen können vernunftbegabte Menschen, die konsensfähig sind, zusammen beste Ergebnisse erzielen. Das haben wir gestern zum ersten Mal gemacht und mit sieben Leuten ausnahmslos einstimmige Beschlüsse gefasst. Darunter befand sich auch unsere neue Geschäftsordnung, die präzise regelt, wer von uns für was zuständig ist. Wir werden uns wechselweise online und offline treffen. Eine spektakuläre neue piratische Aktion, über die aus nahe liegenden Gründen für ihr Gelingen noch nichts veröffentlicht werden kann, haben wir auch beschlossen. Am 4. Januar 2010 setzen wir per Telefonkonferenz unsere Arbeit fort.

Diejenigen, die in Schleswig-Holstein weniger als wir mit Bürger- und Freiheitsrechten im Sinn haben, können sich schon mal warm anziehen!

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