Dass circa 2/3 meiner Telefonate mit dem Reboot meines iPhones enden und ich dem weißen Apfel auf schwarzem Grund absolut gar nichts mehr abgewinnen kann, ist langweilig für Euch. Ich weiß das. Aber weil das ein Fallbeispiel für schlechten Service, schlechte Software und ein völlig irrsinniges Verständnis von kundenorientiertem Verhalten ist, möchte ich Euch den Fortgang der Geschichte nicht vorenthalten.
Heute sprach ich mit einem sehr netten Herrn von der Apple-Hotline, der verbindlich auftrat und mir die Lösung aller Probleme per Sofortaustausch meines iPhones 3GS zu Hause im Postversand anbot. Da ich mein iPhone äußerst pfleglich behandelt habe, so dass es keinen Kratzer o.ä. aufweist, und ich daher weiß, dass die Hardware nicht schuld ist, versprach ich mir davon natürlich keine wirkliche Besserung. Dem entgegnete der nette Herr, dass es sehr wohl so sein könne/würde, dass sich ein Softwarefehler sehr tief ins System “eingegraben” haben könnte, dass nur noch ein Austausch helfen würde. Ich bekäme ein neues iPhone 3GS nach Hause geschickt und müsste innerhalb von zehn Tagen mein jetziges iPhone zurück schicken. That´s it.
Das gefiel mir natürlich sehr gut und ich stimmte zu. Dann kamen die Haken.
- Dafür braucht man eine Kreditkarte, die ggf. mit 210,- € belastet wird, wenn es doch Schäden am iPhone gäbe, die anwenderseitig entstanden sind.
- Es wird eine Anfrage beim Kreditkartenunternehmen gestartet, die eine mögliche Kartenbelastung von weit mehr als 500,- € gestattet für den Fall, dass man als Kunde unehrlich ist und das alte iPhone nicht zurück schickt.
Ich habe mir bei meiner Hausbank das Kreditkartenlimit bewusst tief auf exakt 500,- € setzen lassen, weil mir vor Jahren via Internet einige hundert Euros gezockt wurden. Das macht nichts, beschied mir der nette Herr von Apple. Ich würde doch sicher jemanden kennen, dessen Limit für diese Anfrage ausreichen würde. Hääää? Meine Gegenfrage, wen er denn selbst in seinem Freundes- bzw. Bekanntenkreis so belästigen würde, beantwortete der Apple-Mann nicht. Stattdessen beschrieb er mir, dass in diesem Fall nur der Tausch “Zug um Zug”, der drei bis fünf Tage dauern würde, in Frage käme. Einen Apple-Shop, in dem man das vor Ort machen könnte, gibt es in Kiel nicht. Das könnte ich nur in Hamburg machen.
Wie ich in diesem Fall (Backup aufspielen ist logischerweise nicht möglich, weil dann habe ich ja wieder mein “altes” iPhone) meine mehrere hundert Kontakte von einem iPhone auf das andere kommen sollen, ist nicht nur mir rätselhaft.
Den Luxus bis zu fünf Tagen mobil nicht erreichbar zu sein, kann ich mir partout nicht leisten. Deswegen werde ich also mein 4-Minuten-iPhone so lange behalten, bis ich irgendwann mal in Hamburg, Berlin oder München einen Apple-Shop zwecks Austausch vor Ort aufsuchen kann.
Nur so am Rande: Bis zum Update auf das OS 4.0 lief mein iPhone wunderbar und ich war glücklich damit. Das was ich seit Wochen mit Steve Jobs machen möchte, so habe ich bereits gestern getwittert, ist auf der ganzen Welt strafbar. Leider!






Warum dampfst Du den Hobel nicht wieder auf OS 3.1?
http://bit.ly/a3bi60
Twitter: oreoblue
sagt:
Das würde ich ja nur allzu gerne tun. Aber gibt´s nirgends diese Version zum Download und außerdem funzen dann die Apps, die allesamt auf OS 4.0 updated wurden, nicht mehr.
Guckst du hier:
http://www.apfeltalk.de/forum/anleitung-downgrade-ios-t313210.html
Viel Glück!
Twitter: pfuetz
sagt:
Wolfgang, mein erstes iPhone 3G ist beim Skifahren nass geworden und dabei das Mikro kaputt gegangen, und da es nach einem Jahr war, und damit Beweislast bei mir lag, und Apple sogar Lakmusstreifen eingebaut hat, um Nässeschäden zu erkennen, hatte ich bei Apple ein neues bestellt. Das Ersatz iPhone funktionierte auch ‘ne Weile, dann setzte unregelmäßig das WiFi Modul aus. Auf dem Ersatz iPhone war dann Garantie, und der Austausch ging sehr gut… Ja, die brauchen eine Sicherheit, daher Kreditkartennummer… Und äußerliche pflegliche Behandlung ist keine Garantie für innere “Heilheit”… Kann ja eine Zelle des Flashspeichers sein, die kaputtgegangen ist… Wie gesagt: WiFi streikte nach weniger als 60 Tagen bei einem “refurbish”ten 3G…