Streetview-Mobile von Google in Berlin verwanzt

7 Februar 2010 von Wolfgang Dudda Kommentieren »

Das ist doch mal eine äußerst coole Aktion! Die Leute von Free Art & Technology haben ein Google Streetview-Auto in Berlin mit einem GPS-Sender verwanzt. So können wir nun alle verfolgen, wo sich das Gefährt der Datenkrake befindet. Wer neugierig die Neugierigen beobachten will, kann dies hier tun. Eine recht große Karte, die Euch die Aktivitäten des Streetview-Mobils zeigt, könnt Ihr Euch hier anschauen: http://streetcar.fffff.at/ (Update der Karte alle zwei Minuten)

Wir dürfen alle gespannt sein, wie tolerant sich Google an dieser Stelle zeigt und wie Google es selbst mit der Transparenz hält.

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6 Kommentare

  1. K. Sack sagt:

    Schönen Dank auch für diesen Beitrag. Ich frage mich nur, ob diese Aktion mit rechtstaatlichen Mitteln vereinbar ist. Wenn das dann auch noch als “coole Aktion” gegen den “Datenkraken” angepriesen wird, ist mal wieder ein Sonntag vergangen, an dem einem die politische Situation in Deutschland mit der Faust auf die Nase geschlagen wurde.
    Ich habe mir einen Blick ins Impressum erlaubt und frage mal, warum denn der Blogautor selber eine mailady beim “Datenkraken” googlemail hat.
    Das ist Kinderkram, der durch die Art und Weise der Darstellung hier der Reputation der Piratenpartei Schaden zufügt, denn die Veranstalter haben wohl nicht mehr im Hirn als F-U-C-K google zu grölen. Es gibt mit Sicherheit ernstzunehmende Aktionen gegen den Datenmißbrauch durch google.

  2. Wolfgang Dudda
    Twitter:
    sagt:

    Manchmal ist in der Schlichtheit mehr Kraft als im scheinbar fundierten Kommentieren. Da macht mir ein schlichtes “F-U-C-K” mehr Freude als ernstzunehmende Aktionen gegen Google, die nicht präzisiert werden.

    Und wenn Google die mit Streetview-Mobil gemachten Bilder doch ohnehin online stellt, so dass man sowieso weiß, wo das Ding herum gefahren ist, wird Google nicht so blöd sein, diese Art von vorauseilender Transparenz zu rügen oder gar zur Strafanzeige zu bringen.

    Neben der im Impressum genannten Mailadresse verfüge ich natürlich noch über etliche weitere. Die wirklich wichtigen Dinge werden natürlich verschlüsselt. Und weil Google nun mal so viel weiß, haben die dort einen der besten Spamfilter. DEn nutze ich als Blogger doch mal gerne.

  3. K. Sack sagt:

    “Rechtsbruch – auch und insbesondere durch den Staat – ist immer abzulehnen.”
    Zitat aus: Piratenpartei gegen den Kauf der Steuerdaten-CD Fr, 05/02/2010
    Das nur zum Nachdenken, ob sich denn die Verwanzung (vom wem auch immer) als politisches Mittel aus Pitatensicht rechtfertigen lässt. Was ein “Google wird nicht blöd sein” mit politisch nachvollziehbarer Konsequenz zu tun hat, entzieht sich meinen Verständnis in der Tat vollständig.
    Ich wünsche bei der Schlichtheit des Aktionismus noch mehr Kraft und noch viel mehr Freude, auf welche Begrifflichkeit aus der deutschen Geschichte haben Sie hier Bezug genommen, Herr Dudda?
    Scheinbar fundiertes Kommentieren erübrigt sich wohl für die Zukunft, denn ich möchte weiterhin ein friedliches Leben ohne die Anwendung von Geheimdienstmethoden führen, auch wenn es nur zum Spass wäre.
    Politischer Narzismus? Nein Danke!

  4. B. sagt:

    irgendwer hat das doch glatt aufgegriffen und überprüft:

    http://www.bildblog.de/16083/a-streetviewcar-named-desire/

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