Archiv für September, 2008

Ordner bearbeiten und ausdrucken leicht gemacht

Gratis, speicherschonend und äußerst komfortabel kommt die Software Files2Text daher und macht den Inhalt von Ordnern zu einer Textdatei, die dann sehr einfach bearbeitet und dann gedruckt und/oder abgespeichert werden können. Nach dem Download der nur etwa 15 KB großen zip-Datei packt ihr diese aus und klickt auf die dann 98 KB große exe-Datei, die keinerlei Installation erfordert. Der Rest ist selbsterklärend.

Sehr praktisch und sehr gut!

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Wiki des Tages und einer von der “Schweineorgel”

Barbara Dennerlein, Deutschlands sicherlich beste Hammondorgelspielerin, feiert heute ihren 44. Geburtstag. Die Frau spielt eine Mischung aus Blues, Swing und Bebop. Und das macht sie fulminant und virtuos. Auch wenn ihre Balladen allgemein beliebter sind als ihre schnellen Stücke, habe ich für uns zum Wachwerden ein flottes Stück heraus gesucht, das unterstreicht, wie gut sie ihr Instrument beherrscht.

Was sie in dem folgenden Video mit ihren Füssen auf den Basspedalen anstellt, schaffen manche Profis nicht einmal mit ihren Händen auf der Tastatur. Wer sie live sehen möchte, kann sich hier ihren Tourneeplan anschauen.

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Wichtiges Update für Firefox 3

zum Download anklicken!

Komisch. Mein Browser Firefox aktualisierte sich nicht selbst und automatisch. Dabei wäre es dringend nötig gewesen, denn mit dem Update auf die Version 3.02 werden zwei kritische und zwei mittelschwere Lücken geschlossen.

Einzelheiten dazu könnt Ihr bei ZDNET nachlesen.

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Mietschnauzen

Das ist das gelegentlich von Ermittlern für Strafverteidiger benutzte sehr böswillige Schimpfwort. Wer allerdings mal vor Gericht einen üblen Konfliktverteidiger erlebt hat, versteht das Schimpfwort ein wenig besser. Diese besondere Juristenspezies scheint für Geld wirklich alles zu tun. Das scheint sich jetzt in Frankreich auf besondere Weise besonders zu bestätigen, wie einmal mehr der KÖLNER EXPRESS weiß:

Er war ihr Mandant

Anwältin hatte im Knast Sex mit Häftling

Paris/Epinal – Quickie beim Knastbesuch: Eine französische Anwältin hat bei einem Besuch bei ihrem Mandanten im Knast mit ihm geschlafen. Jetzt steht sie selbst vor Gericht.

Der Vorwurf: “sexuelle Zurschaustellung”. Offenbar haben es die 57-jährige Frau und der 25-jährige Häftling ganz schön wild getrieben.

Ein Gefängniswärter will beobachtet haben, wie die Anwältin vor dem Stuhl ihres Klienten kniete.

Beide bestreiten die Vorwürfe jedoch. Die Staatsanwaltschaft forderte einen Monat Haft auf Bewährung, eine Geldstrafe und drei Monate Berufsverbot für die Frau.

Der 25-Jährige sitzt wegen Totschlags ein, jetzt droht ihm Haftverlängerung.

Unter welcher Position wird die Verteidigerin diesen “Service” wohl in Rechnung gestellt haben?

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Einer für den Morgen

Passenden zum vorhergehenden Post habe ich für uns einen Stones-Klassiker aus dem Jahr 1969 heraus gesucht: “Honky Tonk Woman”

Nach dem Hören dieses Liedes ist jeder von allen Illusionen befreit, die sich auch nur im entferntesten mit akkuraten Leistungen im Rotlichgewerbe beschäftigen. Für 30 Euro darf man eben nicht mehr erwarten, als dass die “Dame” es so gerade mal vermeidet, vor “Erregung” einen Apfel nebenher zu verspeisen …

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Eieruhr im doppelten Sinn

Manchmal gibt es Schlagzeilen und Meldungen, die so absurd sind, dass ich morgens hier beim Posten in minutenlanges Lachen ausbreche. So ist es mir eben beispielsweise mit der Meldung des KÖLNER EXPRESS gegangen, der unter dieser eigentlich nicht so beachtenswerten Schlagzeile von Sex im Puff und einer Eieruhr (!!!) berichtet:

Kein Orgasmus: Freier zeigt Hure an

Der “Kunde” einer Liebesdienerin erstattete bei der Aachener Polizei eine Betrugsanzeige, weil er die “vertraglich” vereinbarte Leistung nicht erhalten habe und ohne Orgasmus um sage und schreibe 30 Euro geprellt worden sei:

Einsatz waren 30 Euro für einen 20-minütigen Einsatz. Die Gebühr wurde vor Beginn der Maßnahmen erhoben. Jedoch vergaß man, eine Zielvereinbarung zu formulieren. Und so kam es, dass die Kundenbetreuerin mit dem Schellen der Eieruhr fortan die Arbeiten am Kunden einstellte – ohne das vom Gast erwünschte Ziel zu erreichen.

Bin ich einfach zu albern oder geht es Euch wie mir bei dieser Meldung über den auch wortsinnpräzisen Umgang mit dem Begriff “Eieruhr”?

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Wiki des Tages

Noch beeindruckt von dem Oscar-gekrönten Dokumentarfilm “Taxi zur Hölle” (Originaltitel: “Taxi to the Darkside”), den Ihr Euch hier beim ZDF in der Mediathek in voller Länge (104 Minuten) anschauen könnt, mache ich das Gefängnis von Abu-Ghuraib und den dort stattgefundenen Folterskandal zum heutigen Wiki des Tages.

Demokratieunterricht auf amerikanisch

Demokratieunterricht auf amerikanisch

Hier bei uns wurde darüber ganz offensichtlich unvollständig berichtet. So unvollständig, dass hier weitestgehend unbekannt ist, dass neben den erniedrigenden Methoden, die auf den um die Welt gegangenen Fotos der Soldatin Lindsey England viel Schlimmeres dort passiert ist. Über 100 Gefangene wurden dort getötet.

Bestraft wurden nur die niederen Dienstränge. Damit hat man es geschafft, den Eindruck zu vermeiden, die Sache wäre “von oben” angewiesen worden. Der einzige Offizier, Oberstleutnant Steven Jordan, wurde mit einem verwaltungsrechtlichen Verweis abgeurteilt. [5] Doch natürlich ist das Gegenteil der Fall.

Die amerikanische Regierung hat durch den damaligen Justizminister Alberto R. Gonzales ernsthaft erklärt, dass Waterboarding keine Folter sei und sich die Genfer Konvention “überholt” habe. Damit bleibt es für mich dabei, dass George W. Bush als intellektuell eher durchschnittlich begabter Ex-Alkoholiker wie die niederen Dienstränge in Abu-Ghuraib nur ein Hampelmann für andere ist. Die Lüge von den angeblich im Irak vorhandenen Massenvernichtungswaffen hat sich als Ölquellenbeschaffungskriminalität mittlerweile zweifelsfrei erwiesen.

Wie sehr wir hier abseits der einzig lobenswerten Handlung von Gerhard Schröder, deutsche Truppen eben nicht in den Irak zu schicken, doch Vasallen der Amis sind, zeigt sich besonders deutlich daran, dass Anzeigen und Klageerzwingungsverfahren in Deutschland – auch gegen Donald Rumsfeld – nicht zu Strafverfahren geführt haben.

Die Schnelllebigkeit des Mediengeschehens hilft einmal mehr, die wirklich wahren Probleme und Verantwortlichkeiten auf den historischen Sondermüll zu schaffen. Dorthin verladen interessieren sich nur noch die Betroffenen für ihn, nie aber die Täter und die, die die Täter verfolgen könnten. Mein Post hier wird gewiss nichts daran ändern, aber möglicherweise Euch ein wenig wachrütteln.

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Einer für den Abend

Die Band New Model Army hatte einen genau so tollen wie eigenartigen Hit mit dem Song “Vagabonds”. Das war so Anfang der 90er Jahre. Damals habe ich das Stück sehr, sehr gerne in der “Traumfabrik” in Kiel gehört und dazu meistens auch versucht, meinen Körper rhythmisch zu bewegen – will sagen, zu tanzen. Schon immer mochte ich die elektrische Violine und das ganz besonders gern, wenn sie ein wenig verstimmt klang so wie wie bei Ed Alleyne-Johnson, dem zeitweiligen Geiger von New Model Army.

Später brachte er einige ganz wunderbare Solo-CDs heraus, auf denen er bekannte Hits der Rockmusik in seiner Weise spielte. Eines der Highlights daraus ist gewiss “Child In Time”. Weil ich jedoch zu “Hurricane” von Neil Young eben eine ganz besondere Beziehung habe, gibt´s das auf die Ohren – auch um den Tag bedächtig ausklingen zu lassen. Wieso er sich hier allerdings als Straßenmusiker verdingt, ist mir rätselhaft. Weiß eine/r von Euch mehr dazu?

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Sarrazin schlägt wieder zu!

Was muss der Mann eigentlich noch alles tun, damit ihn seine Partei aus allen Funktionen entfernt? Der Speiseplan für HARTZ IV-Empfänger, sein Credo für 5-Euro-Jobs oder sein epochaler Vorschlag, dass die Armen den Preissteigerungen bei den Heizkosten durch Wollpullover begegnen könnten, waren noch nichts gegen das, was er sich jetzt geleistet hat. Ich empfinde zur Zeit nur noch Wut und Abscheu für den Mann, über den der SPD-Bundestagsfraktionsvize  Ulrich Kelber folgendes gesagt hat:

“Wenn Sarrazins Größe von seiner Sensibilität abhängig wäre, könnte er unter dem Teppich Fallschirm springen.”

Für nur sage und schreibe nur 2563,- Euro im Monat darf der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee e.V. das immerhin 56,8 Hektar große Areal weiterhin nutzen und das 99 Jahre lang. Dafür muss er nur die Summe von etwas mehr als drei Millionen Euro im voraus bezahlen. Daraus ergibt sich eben folgende Formel:

3.045.000,- Euro : 99 Jahre : 12 Monate = 2563,- Euro

Für diesen Spottpreis dürfen sich nun die Mitglieder eines der ältesten und renommiertesten und größten Golfclubs Deutschlands auf der 27-Loch-Anlage tummeln. Dass ist etwa das Geld, das sich sieben HARTZ IV-Empfänger teilen könnten. Die 25 Mitarbeiter des Golfclubs verfügen sicherlich über ein etwas üppigeres Salär.

Die SPD-Fraktion im Berliner Parlament hat allerdings von den abseits des Parlaments regelmäßig wieder kehrenden Eskapaden des Herrn Sarrazin genug, wie der TAGESSPIEGEL weiß. Die Genossen stört jedoch offensichtlich nur Sarrazins Hang, das Parlament zu ignorieren. Das obige Rechenbeispiel hat außer mir wohl noch niemand gemacht …

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Da will ich sowieso nicht hin

Dass ich es mit Amiland, zumindest so lange George W. Bush dort den Präsidentendarsteller gibt, nicht so habe, wissen die Stammleser der Alltäglichen Wahrheiten. Die doch eher schlichte Wahrnehmung der übrigen Welt durch den Durchschnittsami und sein dabei regelmäßig zu beoabachtendes kulturelles Defizit steigern die Attraktivität dieses Landes für einen möglichen Urlaub in etwa so wie verweigerte TÜV-Gütesiegel dies bei einem Freizeitpark täten. Dazu kommt ein geradezu infantiler Patriotismus, der kaum erträglich ist.

Dafür steht beispielhaft diese “Erfindung”, die es ermöglicht, per USB die fehlende Brise zum strammen Wehen vom “Star Spangled Banner” in die eigenen vier Wände zu holen und das auch noch illuminiert. Herzlichen Glückwunsch, Amerika!


USA -USB from fi5e on Vimeo.

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Zweischneidig

Dass ich jetzt endlich komfortabel und bequem meine Briefmarken zu Hause ausdrucken kann, verdanke ich dem Angebot der Deutschen Post, dass ich unter www.internetbriefmarke abrufen kann. Dabei kann ich unter zwölf Motiven aussuchen und mittels Lastschrift, PayPal oder Giropay bezahlen. Lediglich den Acrobat Reader brauche ich dafür als Software auf meinem Rechner. So weit so gut.

Die Gefahr, die ich genau so wie Jörg Schieb vom WDR sehe, ist die, dass es künftig dadurch noch weniger Postfilialen geben könnte, weil deren Leistungen zunehmend online abrufbar sind. Neben dem Jobabbau stör mich an dieser Vison, dass Ältere und sozial Benachteiligte es sehr viel schwerer haben werden, Post zu verschicken.

Wie immer wohnt also dem Guten das Schlechte bereits inne …

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Wiki des Tages und einer für den Morgen

Ray Charles wäre heute 78 Jahre alt geworden. Er starb vor vier Jahren an den Folgen einer Lebererkrankung. Er wurde zeitlebens mit Auszeichnungen und Ehrungen überhäuft, weil er durch die Verknüpfung Rhythm and Blues und Gospel zu einem der wichtigsten Wegbereiter und Musiker des Soul wurde.

Stücke wie “What I´d Say” oder “Georgia On My Mind” verhalfen ihm zu einem enormen kommerziellen Erfolg. Wie viele Musiker entfloh er dem enormen Druck des Showbusiness durch Drogen. Zweimal musste er sich einem Heroinentzug unterziehen, was ihm beim letzten Mal auch erfolgreich gelang.

Unvergessen ist für mich sein Auftritt als Musikinstrumentehändler im Film “Blues Brothers”, in dem er als Blinder zielsicher mit einer Schrotflinte einen Dieb verscheuchte. Mein Lieblingsstück von ihm ist und bleibt das ewig junge “Hit The Road Jack”, das Euch und mir in die Beine gehen soll:

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Ein wunderbarer Abend

Wie gestern hier schon vorfreudig angekündigt war ich gestern auf dem Jackie Leven-Konzert hier in Kiel. Jackie kredenzte wie immer ein Potpourri aus tollen Stories und Liedern, das die Zeit wie im Fluge vergehen ließ. Der von mir gestern schon hochgelobte Keyboarder Michael Cosgrave übertraf sich selbst und überraschte uns mit Instrumenten, die wir so noch nie in einem Konzert gesehen haben. Und wie immer gab es am Rande des Konzerts wieder CDs, die im Handel nicht erhältlich sind. Alles also wie immer und wie immer eben auch vom Feinsten.

Wir erfuhren, dass im Himmel nur Schotten wohnen und es deswegen eben auch “Jesus MacChrist” heißen müsste. Außerdem bot Jackie uns für den Spottpreis für 50 englische Pfund ein Stück gebrauchte Seife von Amy Winehouse an, die sie im Studio, das auch Jackie nutzt, zurück gelassen hat. Mit der Versteigerung eines Seifenstücks von Elton John hat Jackie im letzten Jahr bei ebay einen tollen Profit gemacht. Und wenn man sich als Zwölfjähriger in eine 15jährige verliebt, nutzt es auch nichts, wenn man sich todesmutig mit einem großen, bösen Hund anlegt. Ein Saufabend mit dem Schauspieler Sir Laurence Olivier kurz vor dessen Tod führte zu den abstrusen Textpassagen in dem Stück “Oliviers Blues”.

Er beendete den Abend wie immer ohne Zugabe. Dafür versprach er, im nächsten Jahr wieder nach Kiel zu kommen. Ich werde Euch also in etwa einem Jahr wieder mit meinem Lieblingsmusiker nerven …

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Stolz und entsetzt zugleich

Stolz auf die Leistung meiner KollegInnen bin ich, weil es ihnen binnen sieben Tagen gelungen ist, mehr Schwarzgeld bzw. zu waschendes Geld zu finden als im ganzen Jahr 2007. In der Zeit vom 10. bis 17. September bemühten sich 800 Zollbeamte darum, dem Treiben der Schwargeldbesitzer, Steuerhinterzieher und Geldwäscher Einhalt zu gebieten. Dabei fanden sie 5,5 Milionen Euro, wie auch die NETZEITUNG berichtet. Auch die tagesschau berichtet ausführlich darüber.

Entsetzt bin ich natürlich vom Ergebnis der Aktion. Wenn die alte kriminalistische Formel stimmt, dass nur etwa zehn Prozent der Straftaten durch Eigenintiativen der Ermittlungsbehörden (also Handeln ohne strafrechtichen Anfangsverdacht) entdeckt werden, und das Jahr bekanntlich 52 Wochen hat, dann ergibt sich bei folgender Formel nämlich ein furchtbares Ergebnis:

5,5 Millionen Euro x 10 x 52 = 2,6 Milliarden Euro

Damit könnte jeder der eingesetzten 800 Zollbeamten also jährlich die Summe von 3.250.000 Euro “einspielen”, wenn der Zoll so arbeiten würde, wie gerade geschehen oder von meiner Gewerkschaft (Gewerkschaft der Polizei) und mir gefordert wird. Zum anderen lässt der Vorgang erahnen, wie “seriös” und “anständig” es in unserer Gesellschaft zugeht.

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Wer ist Günter Dörr?

Der Abmahnschrecken des deutschsprachigen Internets Günter Freiherr von Gravenreuth wurde, wie jetzt bekannt wurde, vom Landgericht Berlin wegen versuchten Betruges zu einer Haftstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Er wurde als Günter Dörr geboren und änderte dann später seinen Namen rechtmäßig auf “Günter Freiherr von Gravenreuth”. Das ist nicht seine erste Verurteilung, wie Wikipedia weiß:

Wegen Urkundenfälschung in 60 Fällen wurde Gravenreuth im Jahr 2000 in München zu einer Geldstrafe verurteilt.[8]

Gravenreuth wurde am 16. April 2008 vom Landgericht München (nach einer Absprache) rechtskräftig zu einer Haftstrafe von elf Monaten verurteilt, die sich aus den Bewährungsstrafen zweier erstinstanzlicher Urteile wegen Untreue von sechs (ursprünglich neun Monaten) und sieben Monaten zusammensetzt. Die erstinstanzlichen Urteile befanden, Gravenreuth habe im Jahr 2002 Mandantengelder rechtswidrig einbehalten.[9][8] Die Verkürzung einer der Vorstrafen um drei Monate und die damit unter zwölf Monaten liegende Gesamtstrafe waren hinsichtlich der weiteren Berufsausübung des Gravenreuth von Interesse, da ihn eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr als unwürdig im Sinne von § 7 Nr. 5 BRAO hätte erscheinen lassen, so dass die Zulassung als Rechtsanwalt nach § 14 Abs. 1 BRAO zu widerrufen gewesen wäre.

Am 10. September 2007 wurde Günter Freiherr von Gravenreuth wegen versuchten Betrugs zu einer Haftstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt.[10] Das Urteil erfolgte, nachdem er den Internet-Domainnamen der taz pfänden ließ und versuchte diesen zu versteigern, wobei er angab, er hätte nach einer einstweiligen Verfügung gegen die taz das darin geforderte Geld nicht erhalten. Die taz stellte daraufhin Strafanzeige. Die Zahlung des in der Verfügung verlangten Geldes konnte durch ein Fax bewiesen werden, welches bei einer Durchsuchung in Gravenreuths Büro gefunden wurde. Dieses Fax war Gravenreuth nach seiner Aussage nicht bekannt und er versuchte sich mit „mangelnder Rechtskenntnis“ und dem „Chaos in seinem Büro“ zu entschuldigen. Die Vorsitzende äußerte in ihrem Urteil, dass „die Allgemeinheit vor Gravenreuth geschützt“ werden müsse. Durch ein vorangegangenes Urteil wegen Urkundenfälschung fiel das Urteil ohne Bewährung aus.[11][12][13][14][15] Gravenreuth legte Berufung ein.[8] Am 17. September 2008 wurde Gravenreuth in diesem Verfahren zu einer Haftstrafe von 14 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Das Urteil lautete auf versuchten Betrug, die Vorstrafe im Verfahren vom 16. April 2008 wegen Untreue floss in die Strafbemessung mit ein. Gegen das Urteil kann innerhalb von einer Woche Revision beantragt werden.[16][17][18].

In dem “taz-Verfahren” spielte der Berliner Rechtsanwalt “Johnny” Johannes Eisenberg als Interessenvertreter der taz eine wichtige juristische Rolle. Das ist übrigens der Anwalt, der mich gegen den Bund der Deutschen Zollbeamten im Frühjahr 2006 vor dem Stuttgarter Landgericht äußerst erfolgreich vertreten hat. Seinerzeit versuchte der BDZ, die Unterlassung einer Äußerung in dem von mir als verantwortlichem Administrator betriebenen Forum “www.zoll-board.de” gerichtlich zu erzwingen.

Wer mehr über den Abmahnanwalt Gravenreuth und seine Methoden erfahren will, kann sich über ihn und andere seiner zweifelhaften Zunft im hochinformativen Blog “gravenreuth.blogspot.com” tummeln. Dort wird eindrucksvoll deutlich, dass wir und das Internet ihn und seinesgleichen wirklich nicht brauchen.

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