Weil Google sein Waveprojekt unbedingt pushen will, wird EtherPad im März nächsten Jahres eingestellt. Piraten sind erfinderisch und wissen sich zu wehren. Die schwedische Piratenpartei hat daher nun “PiratePad” online gestellt. Damit können wir nun weiterhin googlefrei gemeinsam an Dokumenten arbeiten.
Archiv für die ‘tipps’ Kategorie
Wenn Google uns EtherPad nimmt, wehren wir uns!
19 Dezember 2009Mindmapping für lau
18 Dezember 2009Am Dienstag war ich abends in Köln-Ehrenfeld beim Piratenstammtisch. Dort wurde bis zu seinem offiziellen Ende sehr zielorientiert gearbeitet. Projekte und Aktionen wurden nicht nur besprochen. Sie wurden gleichzeitig organisiert und die Aufgaben wurden verteilt. Dazu nutzten die Piraten das Freewareprogramm “FreeMind”. Schon seit langem auf der Suche nach einem wirklich brauchbaren und kostenlosem Mindmapping-Programm war ich total begeistert von “FreeMind” und habe es mir noch während des Stammtisches installiert. Einfach bedienbar macht es Mindmapping zu einem richtigen Vergnügen.
Es setzt nur JAVA (Java Runtime Environment 1.4 oder besser) voraus und kann hier downgeloadet werden. Nach der Installation erwartet Euch ein wunderbar einfach zu bedienendes Programm mit deutscher Oberfläche.
Bloggertreffen in Hamburg
11 Dezember 2009Manchmal ist es wirklich ein Kreuz mit den Terminen. Verdammte Kiste! Am heutigen Bloggertreffen in Hamburg hätte ich nun wirklich zu gerne teilgenommen, zumal mir die dort geplante gegenseitige Geschenkidee ausnehmend gut gefällt.
Aber heute ist der einzige Abend in dieser Woche, der nichts mit Piraten und Blogs zu tun haben soll. Es gibt ja auch noch eine rein analoge Welt …
Nichts zu ergänzen
9 Dezember 2009Kurz und knapp. Gut und zutreffend. Mehr kann man nicht sagen zu diesem Artikel von ZEIT-Online zur FDP. Für Piraten ein Lesebefehl!
Keine Antwort von AMAZON
8 Dezember 2009Jetzt ist genau 24 Stunden her, dass ich bei AMAZON wegen der NPD-Newsletter dort und anderer übler Sachen nachgefragt habe. Eine Antwort habe ich noch nicht. Das ist bedenklich, finde ich.
Wäre es anders , so hätte ich Euch eine Leseempfehlung verlinkt, die ich in den letzten Tagen im TV von Campino aufgeschnappt habe. So bleibt mir erst einmal nichts anderes übrig, als auf das Buch “Der Nazi und der Friseur” von Edgar Hilsenrath nur durch ein SPIEGEL-Zitat aufmerksam zu machen.
Das Ding ist nichts für Zartbesaitete, aber äußerst lesenwert.
Wer liegt wirklich vor Madagaskar?
10 November 2009Diese für die Menschheit bedeutsame Frage beantwortet Dennis Gastmann durch Recherchen vor Ort genau so präzise und erschöpfend wie die nach der wahren Betätigung der Hottentotten. Für die Sendung “Weltbilder” (heute um 23:15 auf N3) zieht der Mann seit geraumer Zeit mit 80.000 Fragen um die Welt, die ihm Zuschauer mit ins Gepäck gelegt haben.
Schon ziemlich skurril, was Dennis Gastmann da als blonder Germane mit einem schäbigen, kleinkarierten Koffer abzieht. Mit entwaffnender Unschuld stellt er seine Frage so, dass ihm niemand böse ist. Eine der schönsten Geschichten habe ich vorhin von ihm gesehen, als er wissen wollte, wo denn wohl “der Arsch der Welt” ist. Antworten gaben ihm irgendwelche Amerikaner, die ziemlich provinziell daher kamen, aber ziemlich genau wussten, wo der “Arsch der Welt” zu finden ist. Es waren die Nachbarn von George W. Bush …
Dafür zahle ich meine Gebühren gerne … (hust, krächz, hust …)
E-Mail geknackt oder nicht?
13 Oktober 2009Das ungute Gefühl kennen wir alle. Abertausende von Mailpostfächern wurden in der letzten Zeit geknackt. War das eigene dabei oder nicht? Diese Frage beantwortet Euch die Seite “SERVERSNIFF.NET“. Gebt dort einfach Euren Mailnamen (also alles vor dem “@”) ein und Ihr wisst dann, ob Eure Mails wirklich Eure Mails sind.
Den Tipp dafür habe ich natürlich einmal mehr beim Schockellenreiter entdeckt. Weil er so gut und nützlich ist, präsentiere ich ihn halt auch.
GIMP nun mit Photoshop-Oberfläche
24 August 2009Hier gab es schon länger keinen Softwaretipp mehr, was allerdings auch daran lag, dass es eben keine bemerkenswert gute Software kostenlos gab. Heute gibt es aus gegebener Veranlassung (herrliches Behördendeutsch, nicht wahr?) einen.
Ich benutze den kostenlosen Photoshopersatz GIMP und habe mich im Laufe der Jahre an die “ungewöhnliche” Arbeitsoberfläche gewöhnt. Nun gibt es aber das Programm “Gimpshop“, das die Oberfläche von GIMP zu einer macht, die Photoshop sehr, sehr ähnlich ist.
Buchtipps
23 August 2009In dieser Woche hatte ich – auch wegen der langen und natürlich gewohnt unpünktlichen Bahnfahrten nach Köln und zurück – die Gelegenheit, zwei Bücher zu lesen. Bei beiden Büchern kam es dazu, dass ich mir den Unmut der Mitreisenden zuzog, weil ich mich teilweise vor Lachen nicht mehr beruhigen konnte. Beiden Büchern ist die Beschäftigung mit der Absurdität unseres Seins in dieser Welt gemein.
Das erste Buch ist “Man tut was man kann” von Hans Rath. Es sind nur wenige Tage, die wir den Personalchef eines Verlages begleiten. Die haben es allerdings in sich und sind geprägt von der Suche nach dem Sinn des Lebens und dem richtigen Partner dafür. Wie aus der Wohnung der Hauptfigur nach und nach eine “WG der Beziehungsgestrandeten” wird und diese sich wieder auflöst, hat der Autor Hans Rath extrem unterhaltsam und mit herrlichen Sprachbildern garniert dargestellt.
Das andere Buch ist “Das Partei-Buch” von Martin Sonneborn, dem es gelungen ist, Parteien und Politiker am Nasenring durch die Arena ihrer Inhaltslosigkeit zu führen. Seine Realsatire auf den politischen Symbolismus dieser Tage mit der “rückwirkenden Kriegserklärung” eines vermeintlichen Assistenten des Außenministers Joschka Fischer, der einem “kotelettförmigen Land” (Österreich) außerdem mitteilt, das es bei der EXPO wegen der Wahl Jörg Haiders unerwünscht sei, und der Parodie auf Willy Brandts Kniefall samt Niederlegen eines Adventskranzes vor einem Mahnmal in Georgien war für mich als Wahlkämpfer so etwas wie eine Pflichtlektüre. Ich war allerdings selten so gerne pflichtbewusst wie beim Lesen von Sonneborns Buch!
Inkognito surfen gefällig?
11 Juli 2009Angeregt durch die Kommentare zu meinem Beitrag hier, habe ich mir mal die Seite von “Anonymmouse.org” angeschaut. Seiten wie die sind demnächst für ein sicheres und freies Surfen in Deutschland nötiger denn je.
Die Möglichkeit, von dort aus eine anonyme Mail zu verschicken, habe ich dann auch gleich getestet. Man kann sicherlich darüber streiten, wie hilfreich und nützlich Mails sind, die bis zu zwölf Stunden unterwegs sind, bevor sie ihren Adressaten erreichen. Ich finde, dass das eindeutig zu lange dauert.
Trotzdem, das Angebot ist gut. Es gaukelt vor, dass auf den Seychellen jede Menge Leute sitzen, die nix zu tun haben. Und sofern es sich dabei um Deutsche handelt, stimmt das ja ganz offensichtlich …
Nettes, kleines Plugin für Winamp
10 Juli 2009Wer so viel und so gerne etwas mit Musik macht wie ich, steht oft vor dem Problem, den Text eines Songs unkompliziert zu bekommen. Eine große Vereinfachung ergibt sich jetzt für mich, weil ich mir das nur 62 KB kleine “Lyrics Plugin für Winamp” installiert habe. Neben meinem Winamp-Player öffnet sich jetzt ein kleines Fenster, in dem sich der Liedtext befindet.
Klar, dass vorerst eher die bekannten Songs erfasst sind. Aber auch das ist schon schön. Außerdem können wir alle durch eigene Edits die Datenbank erweitern.
Mein Passwort hat gehalten, was es verspricht
8 Juli 2009Heute wurde am frühen Vormittag versucht, mein Passwwort für dieses Blog zu knacken. Innerhalb kürzester Zeit wurde aus Tschechien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und Russland versucht, sich als Admin in dieses Blog einzuloggen. Wie habe ich das gemerkt und was habe ich dagegen getan?
- Bei mir läuft WASSUP als Plugin, das mir eine statistische Auswertung der Besuche ermöglicht und mit AKISMET gekoppelt ist. Neben der IP sehe ich damit auch, welche Seite aufgerufen wird oder welcher Post. Wenn nun, wie heute geschehen, fast 100 Mal die Einlog-Seite für den Admin aufgerufen wird, ist es an der Zeit sich zu kümmern.
- Ich kopiere die IP und besuche dann die Seite “GEOTOOL“. Hier gebe ich unten die kopierte IP ein, warte einen kurzen Moment auf das Ergebnis und mache einen Rechtsklick auf die vom grünen Pfeil angezeigte IP. In einem neuen Tab oder Fenster komme ich nun zur Seite “www.whoisdomaintools.com“.
- Hier erfahre ich schon mehr über meinen Gegner aus dem Osten. Den von seinem Server abgedeckten IP-Bereich im grünen Kasten des Bildes kopiere ich nun.
- Jetzt rufe ich in meinem Admin-Bereich das Tool “BAN” auf und füge den kopierten Kram aus der Zwischenablage in den Bereich Banned IP-Range ein, so wie das auf dem nächsten Bild zu sehen ist:
Das war´s dann auch schon. Später schaue ich mir dann bei BAN mal die Versuche des Einloggens an und sehe:
Die dafür benötigten Plugins sind:- WP-Ban (gibt´s bei den WordPress-Plugins oder auch hier)
- WASSUP (auch bei den WordPress-Plugins oder auch hier)
- AKISMET, der beste Spamfilter (bei den WordPress-Plugins oder auch hier)
Das alles hilft aber nicht viel, wenn Ihr passwortfaul seid. Ob Euer Passwort etwas taugt könnt Ihr testen und checken. Für meinen Vor- und Nachnamen samt heutigen Datum als Passwort braucht ein Rechner ungefähre 159’899’475’408’096’121 Jahr(e) (bei 1’000’000 Tests/Sekunde). Und dieses Passwort wurde nur als stark eingeschätzt, wie dies Bild zeigt:
Ich denke, dass damit dem einen oder anderen geholfen ist, oder? Her mit Euren Kommentaren!Zensursulas Glanztat online lesen
29 Juni 2009Hier könnt Ihr das “Zugangserschwerungsgesetz” online lesen. Ich nenne es ZENSUR
Zugangserschwerungsgesetz_Wortlaut_Volltext
Das Plugin, das ich hier eigentlich vorstellen wollte, funzt nicht. Schade, es hätte das Publishing von Scribd.com einfacher machen können.
iPhone-Jailbreaken für Dummies
28 Juni 2009
Bei CHIP gibt´s jetzt einen “Workshop” zum Jailbreaken von iPhones der Typen 2G und 3G. Dort heißt es u.a.:
Ab sofort können Besitzer des iPhone 2G und 3G die Firmware 3.0 auf ihr Handy laden und ihr Handy mittels einfachem Software-Unlock für sämtliche SIM-Karten aktivieren – und das völlig kostenlos und unkompliziert. Die gesamte Prozedur ist in etwa 10 Minuten erledigt. Für den Unlock des iPhone 3G benötigen Sie zusätzlich einen Web-Zugang per WLAN.
Ich hab´s mir angesehen. Das ist so easy und geht vor allem endlich auch entspannt mit dem Windows-PC. Also, wer sein iPhone vom PC aus schon immer vom SIM-Lock befreien wollte, kann dies nun endlich auch als nicht ganz so Kundiger tun. Viel Spaß!
Juristische Lebenslügen
15 Juni 2009Hier gab es schon ewig lange keinen Buchtipp mehr. Das korrigieren wir doch mal eben schnell.
Dass die Sache mit unserem Rechtsstaat nichts weiter als eine idealisierende Illusion ist, weiß der bewusst lebende Mensch natürlich. Genau so eine Binsenweisheit ist der Untertitel des Buches “Die Lebenslüge der Juristen – Warum Recht nicht gerecht ist” vom SPIEGEL-Gerichtsberichter Rolf Lamprecht.
Trotzdem ist Rolf Lamprecht ein spannend-erschütterndes Buch gelungen, dass einem auch noch den allerletzten Glauben an die Justiz nimmt. Anschaulich und lehrreich hat er Fälle zusammen getragen, in denen sich Bürger mehr oder minder erfolgreich gegen juristische Willkür zur Wehr gesetzt haben.
Zu wissen, wie Juristen ticken, ist für mich in vielerlei Hinsicht wichtig, weil ich nahezu tagtäglich mit dieser Spezies zu tun habe – einerlei ob Vorgesetzte, Anwälte, Staatsanwälte oder Richter. Mit dem Buch von Rolf Lamprecht erahne ich deren verquere Welt jedenfalls wesentlich besser …

















